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Hamburg Messe. Hydrogen Technology World Expo / Carbon Capture Technology World Expo,

20 Oktober – 22 Oktober

Um die chinesischen Technologieführer zu sehen und mögliche Kooperationen auszuloten empfiehlt es sich Gespräche mit chinesischen Austellern zu vereinbaren.

Unternehmen aus China präsentieren sich auf der Hamburger Messe vor allem in den Hallenbereichen für Green Hydrogen Production sowie Electrolyser Development & Advanced Materials. Hierzu zählen vorwiegend globale Player für alkalische Elektrolyse-Komponenten, Druckbehälter und Brennstoffzellenstapel.

Aussteller aus China

BereichChinas globaler MarktanteilDetails & Hintergründe
Wasserstoff-Gesamtproduktionca. 30 %Mit über 36 Millionen Tonnen pro Jahr ist China der weltweit größte Produzent. Ein Großteil basiert historisch auf Kohlevergasung (grauer Wasserstoff).
Elektrolyseur-Fertigungskapazitätca. 60 %China dominiert die Herstellung der Hardware zur Wasserstoff-Gewinnung. Chinesische Druck-Alkalische Elektrolyseure kosten oft nur ein Drittel der Systeme aus Europa oder den USA.
Installierte Elektrolysekapazitätüber 50 – 65 %Die Volksrepublik baut grüne Erzeugungskapazitäten rasant aus und stellt mehr als die Hälfte aller weltweit operierenden Anlagen.

💡 Kostenvorteil: Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) lagen die Herstellkosten chinesischer Elektrolyseure zuletzt bei 600 bis 1.200 USD pro Kilowatt, während internationale Wettbewerber zwischen 2.000 und 2.600 USD verlangten.

Die Gewinnung von grünem Wasserstoff aus Solar- und Windkraft erlebt in China eine beispiellose, explosionsartige Skalierung. Während Wasserstoff dort historisch fast ausschließlich aus Kohle („grau“) gewonnen wurde, treibt Peking den Umbau hin zu „grünem“ Wasserstoff im Rahmen des aktuellen 15. Fünfjahresplans (2026–2030) radikal voran.

Die Entwicklung ist durch folgende Kerntrends und Dynamiken geprägt:

1. Massiver Kapazitätsaufbau und Meilensteine

  • Die Millionen-Grenze geknackt: Im Frühjahr 2026 hat China bei grünem Wasserstoff einen Meilenstein erreicht: Die installierte und im Bau befindliche Jahreskapazität für erneuerbaren Wasserstoff hat erstmals die Marke von 1 Million Tonnen überschritten.
  • Verdopplung des Tempos: Davon befinden sich bereits über 250.000 Tonnen in vollem Betrieb – mehr als das Doppelte im Vergleich zu Ende 2024. Bis 2030 plant die Regierung mit einer Elektrolysekapazität von rund 100 GW.

2. Das „Megabasen“-Konzept im Nordwesten

China nutzt ein geografisches Gefälle: Der meiste Ökostrom wird im dünn besiedelten Norden und Nordwesten (Innere Mongolei, Xinjiang, Gansu) erzeugt, wo gigantische Wind- und Solarparks aus dem Boden gestampft werden.

  • Direktkopplung (Off-Grid & Netz-Bypass): Um die oft überlasteten Stromnetze zu umgehen, setzt China verstärkt auf Großprojekte, bei denen die Elektrolyseure direkt an die Solar- und Windparks angeschlossen sind. Der Strom wird also vor Ort direkt in molekulare Energie (Wasserstoff) umgewandelt und gespeichert, anstatt ihn als Elektrizität über Tausende Kilometer transportieren zu müssen.
  • Regionale Treiber: Der Nordosten Chinas ist derzeit der absolute Vorreiter und macht knapp 46 % der landesweiten grünen Elektrolysekapazität aus.

3. Technologische Innovation & Kostensturz

  • Kostenvorteil durch Skalierung: Durch den rasanten Ausbau stürzen die Preise für die Erzeugung. In den führenden Regionen Chinas wird ein Endverbraucherpreis von 15 bis 25 Yuan (ca. 1,90 bis 3,20 Euro) pro Kilogramm grünem Wasserstoff angestrebt – Preise, von denen europäische Erzeuger weit entfernt sind.
  • Dominanz von Alkali-Elektrolyseuren: Technologisch dominiert bei den Solar-Wasserstoff-Kopplungen die alkalische Wasserelektrolyse (ALK), da sie am günstigsten zu fertigen ist. Gleichzeitig holt China bei der flexibleren PEM-Technologie (Protonen-Austausch-Membran), die besser mit den Schwankungen von Windkraft umgehen kann, massiv auf.

4. Sektorenkopplung: Wohin fließt der grüne Wasserstoff?

Anders als bei Elektroautos steht der Export im Moment nicht an erster Stelle. China nutzt den aus Wind und Solar gewonnenen Wasserstoff primär für die eigene Schwerindustrie:

  • Grüner Ammoniak und Methanol: Der Wasserstoff wird direkt vor Ort chemisch weiterverarbeitet, um grünen Dünger oder saubere Schiffskraftstoffe herzustellen.
  • Dekarbonisierung von Häfen und Transportkorridoren: In Industrieparks und großen Häfen (wie dem Weifang-Hafengebiet) wird mittels Windkraft grüner Wasserstoff erzeugt, der direkt vor Ort Brennstoffzellen-Lkw und Frachtschiffe antreibt.

(Erstellt mit KI)


Hamburg Messe und Congress GmbH

Messeplatz 1
Hamburg, 20257
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