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Klangwege Chinas. Pipa, Ruan und Gu zu Gast an der HfMT

16 Januar – 19:00
Die chinesische Musik entwickelte sich seit über tausend Jahren aus einer reichen Tradition, in der Schlag- und Saiteninstrumente zentrale Rollen spielen. Die Große Trommel (鼓 gǔ) gehört zu den ältesten Instrumenten Ostasiens; ihr Klang strukturierte Rituale, Zeremonien und militärische Signale und prägte damit das soziale Leben ganzer Epochen. Die Laute Pipa (琵琶) gelangte über die frühen Handelsrouten Zentralasiens nach China und wurde in der Tang-Zeit zu einem führenden Melodieinstrument, das sowohl höfische als auch literarische Musikformen prägte. Die Ruan (阮), mit ihrem runden Korpus und weichem Ton, ist ein eigenständiges chinesisches Instrument, dessen Geschichte sich bis in die Han-Dynastie zurückverfolgen lässt. Für alle Instrumente gibt es kein westliches Pendant, das so alt ist und noch heute gespielt wird.
Gemeinsam zeigen diese Instrumente die große stilistische Bandbreite der chinesischen Musik: von markanten rhythmischen Strukturen über erzählende Lautenmusik bis zu regional geprägten Tanzformen. Das heutige Programm greift diese Traditionen auf und verbindet sie mit bekannten Werken, die von historischen Landschaften bis zu volkstümlichen Festen reichen.
Programm
Drachenflug und Tigerkraft (Solo auf der großen chinesischen Trommel)
Frühling im Tian-Shan-Gebirge
Mondnacht am Frühlingsfluss voller Blumen
Schenke mir eine Rose
Rausch der Freude (Ruan-Solo)
Kamelglocken der Seidenstraße
Tanz der Yi
Hinterhalt von zehn Seiten (Pipa-Solo)
Tadschikischer Tanz
Nacht des Fackelfests
Mitwirkende
KE Nan – Pipa (琵琶)
LI Na – Ruan (阮) CHEN Yifan – trad. Percussion (民族打击乐)