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SUMMARY:Vortrag "Plünderungsgut aus dem Boxerkrieg (1900/1901) in deutschen Museen"
DESCRIPTION:Über 20 000 deutsche Soldaten waren während des Boxerkriegs in China. Sie brachten Alltagsobjekte und Kunstschätze mit zurück\, von denen viele nur durch Plünderung in ihre Hände gelangt sein konnten. Entweder zeitnah oder noch Jahrzehnte später fanden solche Objekte auch den Weg in große und kleine Museen. Doch wie kann man diese Objekte nach so vielen Jahren identifizieren – und welchen Sinn hat das überhaupt? \n\n\n\nSeit 2022 fördert das deutsche Zentrum Kulturgutverluste das Forschungsprojekt „Spuren des Boxerkriegs in deutschen Museumssammlungen“. In ihm wurde neben der Untersuchung konkreter Sammlungsstücke auch ein Leitfaden erstellt\, der kleineren Häusern und Privatpersonen den Umgang mit diesem schwierigen Thema erleichtern soll. Die Referentin war Kuratorin der Asiensammlung im Hamburger Museum am Rothenbaum und ist Mitautorin dieses Leitfadens. Sie erzählt von Meilensteinen und Ergebnissen des Projekts und gibt Tipps\, welche familiären Sammlungsstücke eine kritische Betrachtung lohnen könnten und welche eher nicht. \n\n\n\nDr. Susanne Knödel\, Jahrgang 1958\, machte zunächst einen Abschluss als Übersetzerin für Chinesisch und studierte Sinologie und Ethnologie in Köln\, Bonn und Trier. 1994 ging sie als Leiterin der Abteilung Asien an das damalige Museum für Völkerkunde Hamburg (heute Museum am Rothenbaum Hamburg)\, wo sie 2016 auch die Leitung des Ressorts Wissenschaft übernahm. Sie beschäftigte sich intensiv mit der Provenienz der Hamburger Asiensammlung und ist auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand weiterhin in dieser Sache für das Museum tätig.
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SUMMARY:Buchvorstellung “China neu denken”
DESCRIPTION:Prof. Dr. Thomas Heberer \n\n\n\nChina-Bücher drehen sich in den letzten Jahren überwiegend um geopolitische Fragen. Innenpolitisch stehen Fragen der Wirtschaftsentwicklung im Vordergrund. Wenige beschäftigen sich mit der inneren Verfasstheit des Landes und seiner politischen Kultur. Um China und sein Verhalten besser zu verstehen\, müssen wir uns aber gerade mit diesen Themen verstärkt auseinandersetzen. \n\n\n\nNach einer Einschätzung der Gründe für das negative Image des Landes befasst sich der Thomas Heberer mit der Frage wie und in welcher Form es Ende der 1970er Jahre zu dem Reformprozess gekommen ist\, der die Grundlage der Erfolgsgeschichte Chinas in den letzten vier Jahrzehnten gelegt hat. Dies erfolgt weitgehend durch die Darstellung persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse in den 1970er und frühen 1980er Jahren im Rahmen seiner Tätigkeit als Lektor und Übersetzer in einem chinesischen Verlag in Peking. \n\n\n\nUm das China von heute besser verstehen zu können\, bearbeitet der Autor mit vier grundlegenden Themenfeldern: dem Bewusstsein von Geschichte im Denken der Menschen; Weltbildern und religiösen Praktiken; dem Verhältnis von Staat und Gesellschaft sowie mit dem privaten Unternehmertum. Eigene Feldforschung und Begegnungen in China bis in die Gegenwart tragen zur Konkretisierung allgemeiner Aussagen bei. \n\n\n\nZuletzt werden aktuelle geopolitische Fragen beleuchtet sowie eine Vorausschau auf die Zukunft gewagt.
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LOCATION:Haus der Wissenschaft Bremen\, Sandstraße 4-5\, Bremen\, 28195
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